OV Burlafingen / Steinheim
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Generationswechsel im Vorstand des CSU Ortsverbands

10. März 2015

Viele Themen beschäftigen in diesen Tagen die Burlafiger und Steinheimer Bürger. Dabei stehen besonders der Mangel an Kinderbetreuungsplätzen und Neubaugebieten im Fokus der Öffentlichkeit. Mit diesen Themen wird sich auch der lokale CSU Ortsverband beschäftigen – nun mit einem neuen, motivierten und jungen Vorstand.

 

Nach 14 Jahren Führung unter Erich Niebling hat die Ortshauptversammlung des CSU Ortsverbands Burlafingen/Steinheim am Freitag, den 06. März 2015 einen neuen Vorstand gewählt. Thomas Ott ist mit einer überragenden Mehrheit von 94% zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Erich Niebling ist davon überzeugt, dass er mit seinem Stadtratskollegen Thomas Ott einen jungen und engagierten Amtsnachfolger gefunden hat. Thomas Ott ist 31 Jahre alt ist akademischer Mitarbeiter an der Hochschule Ulm und promoviert derzeit an der Universität in Ulm. Mit einem Altersdurchschnitt von 27 Jahren steht Thomas Ott mit der der Bundestagsabgeordneten und Stadträtin Katrin Albsteiger, Christian Glöckler und Michael Loose eine gleichermaßen verjüngtes und motiviertes Team an stellvertretener zur Seite. Für die neue Vorstandschaft war es besonders wichtig, dass die erfahrenen bisherigen Vorstandsmitglieder nicht komplett aus der Vorstandsarbeit aussteigen. Aus diesem Grund werden neben dem früheren Vorsitzenden Erich Niebling auch Otto Herrmann und Monika Niebling dem neuen Vorstand zukünftig als Beisitzer mit Rat und Tat unterstützen.

Die Suche nach einem Kindergarten- bzw. Kinderkrippenplatz ist für viele Familien in den östlichen Stadteilen Neu-Ulms ein schwieriges Thema. In der diesjährigen Ortshauptversammlung nennt Thomas Ott, der sich bereits seit einiger Zeit mit diesem Thema beschäftigt, konkretere Zahlen. Seiner Aussage nach fehlen derzeit ca. 50 Kinderbetreuungsplätze. Das Ziel muss es sein den Familien vor Ort ein eine Betreuungsmöglichkeit anbieten zu können, so Thomas Ott. Vor diesem Hintergrund ist die Stadt derzeit in der Planung eines Neubaus einer dritten Kinderbetreuungseinrichtung in Burlafingen. Da derzeit aber noch nach einem passenden Standort für die neue Kita gesucht wird gilt es bereits vor der Eröffnung der neuen Einrichtung den Familien ohne Kita-Platz eine Lösung anbieten zu können. Aus diesem Grund setzt sich die CSU zusammen mit der SPD in einem gemeinsamen Antrag im Stadtrat für die vorzeitige Eröffnung einer Gruppe ein. Da sich Burlafingen zukünftig im Westen des Stadtteils mit neuen Wohngebieten und jungen Familien vergrößern wird, wird ein Standort in diesem Bereich favorisiert. Und so hofft Thomas Ott auch vonseiten der Entscheider bei der Stadt Neu-Ulm auf eine „zukunftsorientierte Entscheidung“.

Dass Burlafingen diese neuen Wohngebiete braucht steht für viele Burlafinger Bürger aber auch für den örtlichen CSU Ortsverband fest. „Viele junge Burlafinger Bürger suchen einen Bauplatz und finden bei uns nichts mehr“ erklärt Erich Niebling in seinem Arbeitsbericht. Um daher jungen Familien eine wohnperspektive in Burlafingen bieten zu können muss zeitnah neues Bauland in Burlafingen ausgeschrieben werden.

Weiterhin sind Thomas Ott und Erich Niebling der Ansicht, dass auch die Grundschule schon bald an ihre Kapazitätsgrenze erreichen wird. Auch diese Bildungseinrichtung muss mehr Klassenräume bekommen ob nun durch einen Anbau oder durch die Aufstockung einer weiteren Etage steht noch nicht fest.

In ihrem Grußwort berichtet Katrin Absteiger über ihre Arbeit im Bundestag im vergangen Jahr. Da im letzten Jahr viele Themen diskutiert und entschieden wurden hat sich Frau Albsteiger drei aktuelle Sachverhalte herausgegriffen die sie den Anwesenden näher erläutert. Vor allem beim Thema Euro-Finanzpolitik-Griechenland kam es anschließend zu regen Diskussionen.

Besonders wichtig ist es Frau Albsteiger klar zu stellen, dass mit der Entscheidung vom 27.02.2015 kein weiteres Geld nach Griechenland geschickt wurde sondern, dass es um die Frage ging, ob die ohnehin vereinbarten Stabilitätshilfen weiter gezahlt werden, oder ob wir diese Unterstützung aufgrund des Machtwechsels an der Spitze der griechischen Regierung nicht fortsetzen können. Die griechische Führung bekomme von ihr aber auf keinen Fall Verständnis für dessen aggressives Auftreten, so Katrin Albsteiger. Die Krise in Griechenland ist hausgemacht, nicht die deutsche Kanzlerin hat die Schulden für Griechenland zu verantworten, so Frau Albsteiger weiter. Darum bleibt es laut Frau Albsteiger dabei: Leistungen kann es nur durch Gegenleistung geben, Solidarität kann nur gegen Solidität und, Respekt nur gegen Respekt eingefordert werden. Frau Albsteiger ist übezeugt, dass die Entscheidung vom 27.02.2015 richtig und wichtig war. Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro würde keinesfalls die endgültige Lösung des Problems bedeutet, da Griechenland zwar aus dem Euro austreten müsste aber weiterhin in der Europäischen Union verbleiben würde. Nun hat die griechische Führung vier Monate mehr Zeit bekommen diese letzte Chance zu nutzen und ihr Reformprogramm umzusetzen.

Momentan sehen wir uns mit so vielen verschiedenen internationalen Krisen konfrontiert wie schon lange nicht mehr. Zwei Krisen heben sich dabei von den anderen ab.

Im Fall der Krimkrise ist es wichtig ein klares Zeichen nach Moskau zu senden. Auf dem Balkan, im Baltikum, in Mittel- und Osteuropa müssen sich alle Staaten darauf verlassen können, dass ihre Souveränität und territoriale Integrität respektiert wird. Die Sanktionen gegen Russland sind deshalb sinnvoll versichert Frau Albsteiger. Wichtig es aber auch den Dialog zwischen der wesentlichen Welt und Moskau nicht abreißen zu lassen, denn „niemand möchte sich vorstellen was passiert wenn wir nicht mehr mit Moskau reden“ erklärt Frau Albsteiger.

Im mittleeren Osten vollzieht sich gerade eine humanitäre und menschliche Katastrophe. Die Milizen des islamischen Staats (IS) verüben tagtäglich unvorstellbare Gräueltaten die man es sich bei uns nicht einmal ansatzweise vorstellen kann. Um die Not und das Leiden der Flüchtlinge zu lindern ist es wichtig, dass Deutschland Menschen die wegen Krieg, Gewalt oder Verfolgung ihre Heimat verlassen müssen, Hilfe anbieten. Es ist aber auch wichtig, dass die Lasten, die mit hohen Flüchtlingszahlen verbunden sind, innerhalb Europas und Deutschlands gerecht verteilt werden müssen. Das Recht auf Asyl ist ein wichtiges Menschenrecht. Asyl dient vor allem dem Schutz bedrohter Menschen. Es dient nicht der Armutsbekämpfung oder der Fachkräftegewinnung. Wer das Einwanderungsrecht missbraucht, muss Deutschland wieder verlassen erklärt Frau Albsteiger. Konkret müssen wir von unserer Seite daran arbeiten, dass die Asylverfahren beschleunigt werden, die Versorgung und Unterbringung der Flüchtlinge verbessert wird, dass die Solidarität in ganz Europa vorhanden ist und dass wir die Hilfe direkt in den Krisenregionen ausweiten um das Leid und die Not vor Ort zu lindern.

 

Michael Loose